09.10.2019 Erntedank-Brief des Hannoverschen Verbands Landeskirchlicher Gemeinschaften

„Ist das noch normal?“ Diese Frage war im vergangenen Sommer häufig zu lesen oder zu hören. Sie bezog sich auf einzelne extreme Wetterphänomene, die in den letzten Jahren, zumindest subjektiv empfunden, häufiger vorkommen. Starkregen, Dürre, Gewitter mit einhergehenden Unwettern und Extremtemperaturen – viele Wissenschaftler erwarten künftig ein vermehrtes Auftreten solcher Wetterereignisse als Auswirkung des Klimawandels.

Das Foto vom grünen Maisfeld ist in diesem Jahr entstanden. Angesichts der oben geschilderten Wetterphänomene, darf man völlig zu Recht die Frage stellen: „Ist das noch normal?“, dass wir eine gute Ernte in unserem Land einfahren konnten, die nur etwas unter dem langjährigen Durchschnitt liegt und wir auch in diesem Jahr unser „täglich Brot“ haben? Nein! Normal ist es ganz sicher nicht, weil auch noch nie normal war. Es gab in unserem Land schon immer Wetterereignisse, die ganze Ernten vernichteten. Die Folgen waren für die Menschen oftmals gravierend. In früheren Zeiten gingen Hunger und Elend mit den ausgefallenen Ernten einher. Die Bitte im Vater Unser um das „tägliche Brot“ hatte eine existenzielle Bedeutung für die Menschen. Von vielen wurde sie nicht nur dahingeplappert, sondern aus tiefstem Herzen gesprochen.

Vielleicht bringt uns der Klimawandel mit seinen Auswirkungen zu der Erkenntnis, dass wir in einer sensiblen Schöpfung leben, mit der wir achtsam umgehen müssen. Vielleicht werden uns die Augen für das Gottesgeschenk der guten Ernte in diesem Jahr neu geöffnet. Die Bitte um das „tägliche Brot“ sollte immer aus tiefstem Herzen kommen. Denn normal ist eine gute Ernte keinesfalls!

In unserem Verband können wir uns über viele Mut machende Entwicklungen freuen. Auch sie sind alles andere als normal. Wir sind und bleiben auf das gnädige Handeln Gottes angewiesen und ich kann nur darüber staunen, wo und was er wachsen lässt. Dankbar staunen kann ich ebenfalls immer wieder über die Zuwendungen, die wir von Ihnen für unsere Arbeit erhalten. Wir sehen jede einzelne Spende nicht als normal, sondern als ein großes Geschenk an, mit dem wir verantwortlich umgehen.

Mit Ihren Gaben ermöglichen Sie unter anderem unser Aufbauprojekt in der LKG Delmenhorst. Als Verband tragen wir einen finanziellen Anteil an der halben Stelle, weil wir der Überzeugung sind, dass Gott dort Neues wachsen lässt. Viele Kindergruppen und Mitarbeiter haben in den zurückliegenden Jahren durch den Dienst von Sabine Lamaack profitiert. Der Stellenanteil für die Arbeit mit Kindern wäre ohne Ihre Gaben nicht denkbar. Vor kurzem erschien die dritte Ausgabe unsers hvlg-magazins. Wir wollen mit diesem Heft Einblicke ins Verbandsgeschehen geben. Wir geben das hvlg-magazin kostenfrei weiter, weil wir gerne auch den nachkommenden Generationen einen Einblick in die Verbandsarbeit vermitteln möchten. Viele positive Rückmeldungen zeigen uns, dass dies gelingt.

Herzlichen Dank für alle Ihre Zuwendungen!

Gott segne Sie!

Ihre Gerhard Stolz und Georg Grobe

Hannoverscher Verband Landeskirchlicher Gemeinschaften
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